UhuWas zum Uhu ist Schlaraffia?

Schlaraffia ist ein Ritterspiel, das 1859 in Prag gegründet wurde. Von Künstlern, die Freunde waren und voller Humor steckten. Somit sind Freundschaft, Kunst und Humor die 3 Säulen Schlaraffias. Schlaraffia ist eine Persiflage auf das Leben und darum heute moderner den je.

Schlaraffia lebt jene Werte, die wir gerne hätten, aber die kaum zeitgemäß sind: Toleranz, individuelle Anerkennung, Achtung vor dem Alter und Freundschaft im wahren Sinn des Wortes.

Schlaraffia ist keine Jobbörse, vermittelt keine Aufträge, ist unpolitisch aber weltoffen. Schlaraffia ist eine wunderbare bunte Bühne - mit begeisterten Zuschauern. Schlaraffia ist ein Bund aufgeschlossener, weltoffener Männer, die über sich selbst lachen können. Ohne Wenn und Aber. Ob Künstler - oder Kunstgenießer.

Heute am 7. Juni 2019 wurde im Gablonz eine Ausstellung über Schlaraffia eroffnet. Sie sollte die Rettung der Niesenburg unterstutzen. Leider sieht es heute mit der Burg nicht gut aus. www.libereckezpravy.cz

Jedenfalls sollen hier wertvolle Artefakte aus dem Reych Preciosa Iserina (- aber auch aus anderen -) ausgestellt werden.

Ein gutes Tip für einen Krystalinen - Ausritt.

(Nach einem Sendboten von Ritter Schwejk)

Die allschlaraffische Idee

(nach R. Lauteamus, Dusseldorpia in "100 Jahre Schlaraffia", Band 1) 

Es saßen in Prag um den Stammtisch herum zwei Dutzend Komödianten.
Die tranken Quell und ulkten sich an, und lachten, wie Jugend nur lachen kann,
und wenn sich verlaufen das Publikum, kam der Gipfel des Amüsanten.
Sie dachten nicht viel um das Leben nach, sie tranken bei Nacht und schliefen bei Tag
und schoben mit Witz und mit Geist und Humor der Trübsal gar schnell einen Riegel vor:
Ja, es waren fidele Brüder, Kopf hoch und die Brust voller Lieder.

Erste Dresa-Prag-Sippung im November 2017

Ein Beitrag aus dem LandesEcho 11-2017 von TOMÁŠ RANDÝSEK

Sippung nennen die Mitglieder des 1859 in Prag gegründeten und heute weltweit anzutreffenden deutschsprachigen Vereins Schlaraffia ihre Sitzungen. Gesippt wurde am Gründungsort Prag jedoch schon lange nicht mehr. Der Verein, der sich die Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor zum Ziel gesetzt hat und schon von Anfang an Vereinsmeierei parodierte, war totalitären Regimen stets ein Dorn im Auge, Verbote waren die Folge. So gedieh das Schlaraffentum lange Zeit nur außerhalb seiner Stammlande.

Ein Beitrag von Steffen Neumann in der SZ vom 5. Mai 2017

Ehrung eines ganz besonderen Ritters

Der Männerbund Schlaraffia gründete sich in Böhmen. Nun kehrte er nach Teplice zurück – mit sächsischer Hilfe.

Wer sich am letzten Sonnabend im April auf den städtischen Friedhof von Teplice (Teplitz) verlief, konnte in eine besondere Gesellschaft geraten. Rein äußerlich schien hier ein ganz normales Totengedenken abzulaufen. Gedacht wurde Edmund Eichler, Kaufmann, geboren 1840 in der Kurstadt, gestorben 1892 in Meran und in der Familiengruft seiner Heimatstadt Teplice bestattet. Die Familiengruft wurde neu gestaltet. Glasplatten mit den eingravierten Namen ersetzen die entwendeten Metallbuchstaben. Zwei Reden wurden gehalten und ein Kranz aus Blumen und Bändern abgelegt. Doch warum hat sich ein Herr mit Narrenkappe unter die Gesellschaft gemischt? Und was macht die blaue Kerze mit einem Uhu am Grab? Und warum werden an die gut 50 Anwesenden Orden verteilt, deren Aufschrift stutzig macht: „Dem Andenken – Raps der Große“.

 

- Edmund Eichler -

in Teplitz geboren, in Zürich verstorben und nach 52 Lebensjahren in dieser
Familiengruft beigesetzt war als Ritter „Raps der Tintenspatz auf Häringstonne“
Mitglied des 1859 in Prag gegründeten Vereins Schlaraffia®, dessen Vorsitz er
1872 übernahm. Unter seiner Ägide, die ein Vierteljahrhundert andauerte, erblühte
Allschlaraffia® mit der Gründung von 108 Reychen (Vereinen) weltweit.
Es gelang ihm, die Reyche Praga, Berolina, Lipsia und Grazia zum Bund Allschlaraffia
zusammen zu führen, dessen ersten drei Concilen er vorsaß. Für seine Verdienste
nannte man ihn ehrfurchtsvoll

- Raps der Große -